Über mich - Kerstin Behrendt

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 Beruf:

  • Diplom Sozialpädagogin/Sozialarbeiterin (FH)

  • Sozialwirtin (bfz/FH)

  • Fachkraft für Psychomotorik (DAkP)

Qualifikationen:

  • Trainer C IPZV (Islandpferdereiten)

  • Fachübungsleiter Voltigieren (Breitensport)

  • Qualifikation zum Reiten und Voltigieren als Rehabilitationssport (Behindertensportverband Niedersachsen)

  • Ausbilder im Reiten als Gesundheitssport (Übungsleiterin Prävention)

Zirkuslektion mit gymnastischem Effekt

 

Weiterbildung:

          

            u. a. bei Andrea Jänisch, Dr. Hans-Walter Dörr, Christian Rauschenfels

 

 

Erfahrungen:

Mit 16 Jahren habe ich mir mein erstes eigenes Pferd "erkämpft" und wenig später schon selbst eine Wiese gepachtet. Dort habe  ich mit einer Freundin die erste einfache Offenstallhaltung für zwei - später drei - Pferde betrieben. Ich bin auch mit Pferd häufig umgezogen und habe die Ideen, Probleme  und Lösungsansätze verschiedenster Leute kennen gelernt. Später haben  Freunde und Bekannte angefangen, mich um Rat und Hilfe zu bitten - dadurch bekam ich viel Praxis vor allem in der Bodenarbeit mit jungen Pferden.

 

Von jeher fand die Verhaltensweisen und Kommunikationsformen von verschiedenen Tieren hochinteressant. Deshalb habe ich auch die meisten "Mode-Erscheinungen", die es diesbezüglich in der Pferdeszene gab und gibt, in gewissem Umfang verfolgt und ausprobiert. Ich folge hier keiner bestimmten Lehre, sondern wende situationsbedingt die Dinge an, die mir Erfolg versprechend erscheinen.

 

Dadurch dass ich mich viel "zwischen den Welten" bewegt habe und keine feste Heimat in einem bestimmten Stall oder bei einem bestimmten Ausbilder hatte, bin ich auch in der Wahl der Reitweise nicht festgelegt. Ich bezeichne mich selbst immer noch als überzeugte Freizeitreiterin - v.a. deshalb, weil ich in keiner Disziplin sportliche Ambitionen hege. Das hat den großen Vorteil, dass ich in meiner eigenen Reiterei und in meiner Arbeit die unterschiedlichen Methoden und Stile so kombinieren kann, wie es mir (oder dem anderen) gefällt. Das gibt mir eine innere Freiheit, die Schwerpunkte ganz nach Bedarf zu setzten und nicht einer einzelnen Lehrmeinung in ihrer Reinform verpflichtet zu sein. In den letzten Jahren ist mir jedoch das dressurmäßige Reiten zur Gymnastizierung der Pferde immer wichtiger geworden.

 

Ich habe jeweils einige Monate auf "Pferdefarmen"  in Island, Nord- und Südamerika zugebracht und dort  landestypische Arbeitsweisen kennen gelernt. In vielen Ländern unterscheiden sich die Lebensbedingungen der Pferde und das Verhältnis der Menschen zu ihnen sehr stark von dem, was wir in Deutschland gewohnt sind. Auch die Anforderungen an ein echtes Gebrauchspferd sind andere als die hier üblichen. Von diesen Erfahrungen habe ich sehr stark profitiert. Ich habe gelernt, welchen Einfluss z.B. allein die Erwartungen der Reiter auf die Ausbildung ihrer Pferde haben. Der Umgang mit z.T. großen Herden, völlig wild aufgewachsenen Pferden, das Einfangen von Pferden auf Weideflächen, die in Deutschland unvorstellbar groß sind, oder die gemeinsame Haltung eines  Zuchthengstes mit seinen Stuten, Söhnen und sogar Wallachen zusammen haben mich und mein Bild vom Umgang mit Pferden stark geprägt.

 

Jeder, der selbst Kinder hat, wird sich erinnern, wie sehr diese das eigene Leben prägen und welch intensive Erfahrungen man mit ihnen macht.  Natürlich wirken sich diese Erfahrungen auch unmittelbar auf meine Arbeit - insbesondere die mit Kindern - aus.

 

 

Arbeitsweise:

Hier lege ich großen Wert auf die Gesunderhaltung von Pferd und Reiter unter Berücksichtigung der anatomischen Gegebenheiten.

Ich möchte, dass die Pferde locker, ausbalanciert und geschmeidig gehen, so dass das Reiten von Leichtigkeit und Harmonie geprägt ist. Das heißt aber nicht, dass zur Erreichung dieses Ziels nicht auch Hilfsmittel und deutliche Hilfengebung vorübergehend erlaubt sind. Bei korrekter Arbeit wird das Reiten zunehmend leichter und selbstverständlicher.

Für den Reiter bedeutet gutes Reiten - mit physiologisch korrektem Sitz - präventive Rückengymnastik und dient damit automatisch seiner Gesunderhaltung.
Reiter mit bestehenden gesundheitlichen Problemen können ihr Wohlbefinden dadurch verbessern. Allerdings ist das Erlernen eines geschmeidigen und ausbalancierten Sitzes eine Aufgabe, die Zeit erfordert und die Auseinandersetzung mit dem eigenen Körper. Durch meine Psychomotorik-Ausbildung und durch die Beschäftigung mit verschiedenen Themen aus Physiotherapie und Biomechanik bin ich überzeugt, dass das eigene Körpergefühl ein entscheidender Schlüssel für jede Verständigung mit dem Pferd ist. Körpergefühl entwickelt sich auf sehr unterschiedliche Weise - häufig ist es sehr hilfreich, bestimmte Zusammenhänge auch einmal ohne Pferd zu betrachten.

 

 

gymnastizierende Arbeit mit VorbodiBegegnung mit wildlebenden Pferden in Namibia        

 

 

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